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- Sofia Belkov- 

Die 5 häufigsten Fehler bei der Erstellung von Druckdaten – und wie Sie sie vermeiden

Schon kleine Ungenauigkeiten bei der Erstellung von Druckdaten können große Auswirkungen haben. Damit Ihr Druckergebnis perfekt wird, finden Sie hier die fünf typischen Stolperfallen – jeweils mit einer passenden Lösung, um diese Fehler im Vorhinein zu vermeiden.

 

1️⃣ Falsches Seitenformat oder fehlender Beschnitt

Fehler:
Entweder ist das Dokument nicht im richtigen Endformat angelegt oder es fehlt die Beschnittzugabe. Dadurch können beim Zuschneiden unschöne weiße Ränder entstehen.

Lösung:
Legen Sie das Seitenformat und Anzahl der Seiten gemäß Produktdatenblatt an, also exakt im angegebenen Endformat. Fügen Sie dann eine Beschnittzugabe oder Überfüllung von in der Regel 3 mm rundum hinzu. Nur so ist der Druckrand sicher abgedeckt.

 

2️⃣ Elemente sind falsch ausgerichtet oder liegen außerhalb der Safe Area

Fehler:
Texte, Logos oder Grafiken sind zu nah am Rand platziert oder versehentlich um 180° verdreht.

Lösung:
Überprüfen Sie die Ausrichtung der Elemente anhand des Produktdatenblatts. Bei manchen Artikeln ist eine Drehung notwendig. Achten Sie außerdem darauf, dass wichtige Inhalte innerhalb der Safe Area liegen und erweitern Sie randabfallende Elemente in den Beschnittbereich.

 

3️⃣ Falscher Farbraum, fehlerhafte Bilder oder zu hoher Farbauftrag

Fehler:
Oft werden Bilder im RGB-Farbraum eingebettet, was zu abweichenden Farben im Druck führt. Auch niedrige Auflösungen (unter 300 dpi) oder ein zu hoher Gesamtfarbauftrag können das Ergebnis beeinträchtigen, beispielsweise durch unscharfe, pixelige oder zu dunkle Ausdrucke.

Lösung:
Konvertieren Sie alle Farben und Bilder in den CMYK-Farbraum. Wenn Sonderfarben bestellt sind, verwenden Sie HKS- oder Pantone-Töne im Dokument. Achten Sie außerdem darauf, dass der Gesamtfarbauftrag 330 % nicht überschreitet. Zudem empfiehlt es sich, die Bildauflösung zu prüfen: Sie sollte mindestens 300 dpi für Halbtonbilder (Fotos) und 1200 dpi für Strichbilder (z. B. Logos, Liniengrafiken) betragen. Zuletzt, stellen Sie sicher, dass weiße Objekte auf „Aussparen” eingestellt sind.

 

4️⃣ Probleme mit Schriften und Linien

Fehler:
Nicht eingebettete Schriftarten oder mehrfarbig aufgebauter schwarzer Text können im Druck zu unsauberen Ergebnissen führen.

Lösung:
Achten Sie darauf, schwarzen Text einfarbig (100 % K) aufzubauen und betten Sie verwendete Schriften ein oder wandeln Sie diese in Pfade um. So vermeiden Sie Darstellungsfehler.
Beachten Sie außerdem die Mindestanforderungen für Schriftgrößen und Linien. Diese finden Sie in den Allgemeinen Hinweisen zur Erstellung Ihrer Druckdaten

 

5️⃣ Fehler beim PDF-Export

Fehler:
Hilfselemente (z. B. Standlinien, Platzhalter) sind noch sichtbar, der falsche PDF-Standard wurde gewählt oder die Beschnittmarken sind aktiviert.

Lösung:
Blenden Sie alle Hilfselemente aus, bevor Sie das Druck-PDF exportieren. In diesem dürfen nur druckende Elemente angelegt sein. Verwenden Sie zudem den PDF-Standard PDF/X-4. Hier ist auch wichtig, dass Schnittmarken nicht aktiviert sind, nutzen Sie die Anschnitteinstellungen des Dokuments.
Prüfen Sie abschließend, ob die Gesamtgröße des PDFs mit dem im Produktdatenblatt angegebenen Datenformat (inklusive Beschnitt) übereinstimmt.


 

Die Basis für ein starkes Druckergebnis

Viele Druckfehler entstehen durch kleine Nachlässigkeiten, beispielsweise beim Format, bei der Farbkonvertierung, bei den Schriften oder beim PDF-Export. Wer diese fünf Punkte beachtet, reduziert das Risiko von teuren Nachdrucken und stellt sicher, dass die eigenen Druckdaten technisch einwandfrei sind und ohne zusätzliche Schleifen in die Produktion gehen können. Und das direkt beim ersten Versuch.